„Tschüß, Gemeinde Landkirchen!”
Landkirchens Bürgermeister Hartmut Specht zieht Bilanz: „Ein historisches Jahr liegt hinter uns"
„Ein historisches Jahr liegt hinter uns ! Die Reformer Fehmarns haben Dank des eindeutigen Bürgervotums Fakten geschaffen. Jetzt eröffnet sich die große Chance, die
Verwaltungskosten in den Griff zu bekommen und die politischen Kräfte zu bündeln. Hoffentlich kann sich das politische Ehrenamt gegenüber der Bürokratie und dem hauptamtlichen Bürgermeister
behaupten. Ein starkes Fehmarnparlament und gut arbeitende Parlamentsausschüsse inklusive unseres zukünftigen Ortsbeirates sind die
Voraussetzungen. Vereine, Verbände, unsere Kirche und die Feuerwehren gewinnen als Sprachrohr und Kulturstätten für den ländlichen Raum an Bedeutung.
Unsere Gemeinde blickt auf fünf erfolgreiche Jahre zurück. Die Zusammenlegung des Bauhofes mit Westfehmarn hat erhebliche Kosten gespart, doch wegen des großen
Einzugsbereichs und vieler maroder Abwasserleitungen, verbunden mit zwei extrem niederschlagsreichen Jahren, waren Probleme nicht vermeidbar. Dennoch hat sich insgesamt unsere finanzielle Situation
deutlich verbessert.
Neben dem Schuldenabbau konnten etliche Kilometer Straße neu asphaltiert werden und unsere Schule und der Kindergarten bleiben Vorzeigeeinrichtungen.
Unser neues Baugebiet mausert sich gewaltig: Der erste Bauabschnitt ist weitgehend ausverkauft, und die Erschließung des zweiten Abschnitts beginnt im Februar, so dass dann auch Gelegenheit sein
wird, die Otto-GlaatzStraße und die Karl-Heinz Rathmann-Straße würdig einzuweihen.
Grundkonzept hat sich bewährt
Der Abschluss der Sanierungsarbeiten in der Dorfstraße und die dort stattfindenden Kunsthandwerker-märkte sind positive Signale für Landkirchen. Zukunftsaufgaben
bleiben die Sanierung der Turnhalle und ein tragfähiges Konzept für den erweiterten Bahnhofsbereich mit Umgehungsstraße, das Feuerwehrgerätehaus sowie die
Landschaftspflege.
Das Grundkonzept zur Entwicklung unserer Dörfer hat sich bewährt und sollte auch in Zukunft gelten. Ortsabrun- dungen zur Schaffung von Baumöglichkeiten für Einheimische sind im Gegensatz zu
Wohnblocks für Zweitwohungsinhaber erwünscht.
Die Abwassernachklärung sollte jetzt endgültig in Form von kostengünstigen Nachklärteichen umgesetzt werden. Im touristischen Bereich haben wir für die Überplanung von Hünengrab, Gold
und Westerbergen erste
Pflöcke eingeschlagen. Fehmarnsund bekommt seine hundefreie Zone, Niobe ist zu sanieren.
In allen Bereichen sind geordnete und gerechte Zustände anzustreben.
Nicht nach den Gründen fragen
Liebe Landkirchener, was hat der heutige Tag mit meiner Ungeduld zu tun? Sie und ich wollen mal nicht nach den- Gründen fragen! Ich teile Ihnen nur mit, dass die Aufträge für die Reinigung des Regenwasserrückhaltebeckens in der Ringstraße, die Wiederherstellung der Überfahrten Kopendorfer Au und der Abriss des Armenhauses mit Anlage eines begrünten Parkplatzes seit längerem unterschrieben sind." „Und für die Pappelallee liegt eine verbindliche Entscheidung des Petitionsausschusses unseres Landtages vor. Und die Erweiterung der Zone 30 ist genehmigt. Leider sind für die Genehmigung dieser Dinge zwei Verwaltugnen zuständig - eine zuviel. Ende gut, alles gut? Ist es uns doch auch gelungen, mit den Windkraftbetreibern einen zukunftsweisenden Vertrag zu schließen und verhindert die kleine Abbiegespur am Helmut-Schlüter-Platz weitgehend Rückstau - die wirklich großen Herausforderungen stehen aber mit der Zukunftsplanung für ganz Fehmarn noch bevor.
Ende gut alles gut?
Jeder ist gehalten, seinen Beitrag zum Wohle der Allgemeinheit zu leisten. Wir alle müssen an einem Strang und in die gleiche Richtung ziehen. Ausdrücklich bedanken möchte ich mich bei den Pulfenern für ihr vorbildliches Engagement und bedauere die mangelnde Unterstützung seitens Gemeinde, Amt und Kreis in der Abwasserfrage. Man hat Euch im Regen stehen lassen! Liebe Landkirchenen, herzlichen Dank für Ihre Mitwirkung während meiner fast dreijährigen Amtszeit. Es war auch nicht schwer, habe ich doch von Karl-Heinz Rathmann ein gut bereitetes Saatbeet übernommen. Für reibungslose Unterstützung gilt ein besonderer Dank meinen Stellvertretern Klaus Muhl und Garsten Micheel und unserem konstruktiven Gemeinderat. Manch guten Rat konnte ich mir auch bei unserem Ehrenbürgermeister Otto Glaatz holen, ich wünsche Ihnen und uns allen Gesundheit in einer intakten Umwelt -holt jo fuchtig!"
Hartmut Specht
Bürgermeister der
Gemeinde Landkirchen