„Beste Erinnerungen ans 13. Schuljahr"

Bezug nehmend auf den Artikel „Klug ist gegen Turbo-Abi" (FT, 30. Juli 2009) schreibt Edmund Ferner:

„Warum eigentlich nicht sollten die Gymnasien selbst entscheiden, ob ihre Schüler das Abitur nach acht oder neun Jahren ablegen, so der Vorschlag des Bildungspolitikers Ekkehard Klug (FDP). Fragt man heute frühere Abiturienten, haben die meisten gerade bezüglich des 13. Schuljahres die besten Erinnerungen. Entscheidend sollte das unterschiedliche Lernverhalten der Schüler sein. Darüber hinaus ist dann eine solche Wahlfreiheit sowohl pädagogisch als auch finanziell sinnvoll.
Bei einem Rückblick auf das allgemeine Abitur stellt man fest, dass eine Verkürzung des Abiturs von Hitler angeordnet worden war. Man hatte 1938 die letzte Klasse des Gymnasiums wegfallen lassen, damit die jungen Männer mehr Zeit für Arbeitsdienst und Wehrmacht hatten. Mit Beginn des Krieges gab es dann das Notabitur. Nach Gründung der Bundesrepublik (1949) wurde dann zeitlich unterschiedlich das Abitur nach 13 Jahren als ,Normalfall' wieder eingeführt. Dank sei Ekkehard Klug, dass er sehr vielen Eltern und Schülern den Wunsch für die Wiedereinführung des 13. Schuljahres noch rechtzeitig vor der Landtagswahl artikuliert hat. Hoffentlich schließt sich die CDU an!?"


Edmund Ferner Realschuloberlehrer

Klug ist gegen Turbo-Abitur

KIEL (dpa) ■ Der FDP-Bildungspolitiker Ekkehard Klug will in Schleswig-Holstein das sogenannte Turbo-Abitur ausbremsen.
Statt einer generellen Schulzeitverkürzung sollten die Gymnasien selbst entscheiden können, ob ihre Schüler das Abitur nach acht oder neun Jahren ablegen, schlug der Landtagsabgeordnete gestern in Kiel vor. Eine solche Wahlfreiheit, für die das Schulgesetz wieder geändert werden müsste, sei pädagogisch und finanziell sinnvoll, sagte Klug.