Gepflegte Kulturlandschaft gibt prägenden Charakter
Von Hartmut Specht
Bis zum Ortsschild sind die meisten Dörfer unserer Insel gepflegt und attraktiv, dahinter ist unsere Landschaft oft weniger einladend. Feldwege, Banketten,
Straßenbäume, Teiche und Knicks präsentieren sich häufig negativ. Was ist zu tun?
Eine optimale Nutzung unserer Ackerflächen wird durch eine fachgerechte Knickpflege kaum beeinträchtigt. Bei konsequenter Anwendung der gesetzlichen Bestimmungen und des Knickerlasses präsentiert
sich ein Knick jung (da er alle 10-15 Jahre auf den Stock gesetzt wird) und attraktiv (da ca. alle 15 m ein schöner Baum als Überhalter stehen bleibt und die seitliche Pflege mittels Schrägschnitt
dem Knick ein gepflegtes Äußeres verleiht). Die Einhaltung dieser Bestimmungen sollte eine Selbstverständlichkeit sein und ist politisch abzusichern. Darüberhinaus wäre es wünschenswert, durch
attraktive Bepflanzungen der Knicks z. B. mit Kopfweiden unserer Landschaft einen ,prägenden Charakter zu verleihen. Wir sind es der Natur, unseren Gästen und unseren Kindern schuldig!
Zu einer gepflegten Kulturlandschaft gehört ferner:
- die Vervollständigung und Erneuerung unserer straßenbegleitenden Baumbestände auch an den Kreis- und Landesstraßen (ich erinnere an die farbliche Attraktivität der roten Beeren der schwedichen Mehlbeere z.B. an der Landesstraße nach Petersdorf.
- die Unterhaltung und Pflege wasser gebundener Wirtschaftswege
- die Wiederherstellung zerfahrener Banketten
- die zeitnahe Reinigung verschmutzter Straßen insbesondere bei touristi scher Nutzung
- die regelmäßige Unterhaltung ausgeschilderter wassergebundener Fahrradwege
- die Anlage und Unterhaltung von Rastplätzen für Radfahrer und Wanderer an landschaftlich exponierten Stellen (mit Müllabfuhr)
- die Schaffung und Pflege von Kleinbiotopen.
Wir hoffen, dass die Einsicht zum Handeln bei allen Bürgerinnen und Bürgern, egal ob bei Landwirten, Dörfergemeinschaften oder Einzelpersonen, wächst, damit unsere Insel an Attraktivität gewinnt.