Meine Meinung zur Bildungspolitik der CDU
Gute Ansätze, aber kein überzeugendes Gesamtkonzept
Presseerklärung zum CDU Wahlprogramm
Die Bildungspolitische Korrektur der CDU weg von einem Nebeneinander von Regional- und Gemeinschaftsschulen mit Verschmelzung beider Schulformen ist zu begrüßen und entspricht meinem massiv geforderten Zweisäulenmodell. Neben dem Gymnasium mit dem Abitur nach 12 Jahren hat bei sinkender Schülerzahl nur eine moderne Schulform Platz. Alles andere führt zum wirtschaftlichen und pädagogischen Desaster.
Die Überschrift stimmt also. Aber beim Studium der Erläuterungen kommen Zweifel. Nach CDU- Vorstellungen soll der neue Schultyp „Regional und Gemeinschaftsschule“ heißen. Das wird ein Zwitter ohne Zukunft. Nein, die neue Schule kann nur eine Fortentwicklung der Gemeinschaftsschule sein. Um den unterschiedlichen Begabungen unserer Kinder gerecht zu werden sind innerhalb dieser Schulform Profilklassen zu ermöglichen, so dass den unterschiedlichen Bedürfnissen von praktisch- mathematisch und sprachlich begabten Kindern Rechnung getragen wird. Nach Nordischem Vorbild sind in ländlichen Regionen auch einzügige Gemeinschaftsschulen zuzulassen. Der SPD- Tendenz, über hohe Mindestschülerzahlen Zentralschulen mit großen Einzugsbereichen zu installieren, ist entgegen zu wirken. Bevor unsere Kinder weite Schulwege fahren sollten über Schulkooperationen Lehrer fahren.
Ich fordere die CDU mit ihren Mehrheiten in fast allen Parlamenten und der alleinigen Verantwortung in der Landesregierung auf, die bildungspolitischen Fehlentwicklungen der letzten 4 Jahre sofort zu korrigieren. Das bedeutet für Heiligenhafen die sofortige Genehmigung der beantragten Gemeinschaftsschule und für Fehmarn den Stopp der Luxusinvestition in eine fünfzügige Zentralschule bei leerstenden Klassenräumen in der Burger Grundschule und ohne inselweites Grundschulkonzept.